Der Gewerbeverband des Kantons Luzern fordert die Wiedereinführung der Sekprüfung

Wie die Neue Luzerner Zeitung in der Ausgabe vom 25. Mai 2013 berichtet, wünscht der Gewerbeverband des Kantons Luzern in seinem vor kurzem erschienenen Geschäftsbericht 2012 die 1990 abgeschaffte Sekprüfung wieder eingeführt. Zusätzlich soll es auch eine Übertrittsprüfung von der 3. Sekundarschulklasse ins Kurzzeitgymnasium geben.

«Der Weg, im Namen der Chancengleichheit, Selektionshürden abzubauen, hat sich als falsch erwiesen», sagt Zentralpräsident Roland Vonarburg. Laut dem Gewerbeverband, der sich auf eine Studie des Kantons Aargau bezieht, seien in der Sekundarschule 30 Prozent der Schüler im falschen Niveau eingestuft. «Es gibt deshalb vermehrt über- oder unterforderte Schüler», sagt Vonarburg.

Dem Luzerner Lehrerinnen- und Lehrerverband (LLV) und der Verband Luzerner Mittelschullehrerinnen und Mittelschullehrer (VLM) missfällt der Vorschlag des Gewerbeverbandes. «Die Sekprüfung ist abgeschafft worden, weil sie zu keinen höheren schulischen Leistungen führte», sagt etwa LLV-Präsidentin Annamarie Bürkli. Sie stellt in Frage, ob «die Schule durch Repression und Rückschritte in die 1990-Jahre die Qualität steigern kann. Heute beurteilen wir Kinder ganzheitlicher.»

 

Mich interessiert Ihre Meinung. Ist der Übertritt in die Oberstufe so verwässert, dass zu viele Kinder am falschen Ort landen? Hakt das bestehende System, nach welchem die Leistungen und Entwicklungsschritte der 5./6. Klasse als Grundlage für eine Zuteilung in den (hoffentlich) entsprechenden Oberstufentypus genommen werden, tatsächlich? Bräuchten wir "finnische Verhältnisse", nach denen die Lernen während der obligatorischen Schulzeit in ihren Stammklassen zusammenbleiben? Lassen Sie es mich wissen.

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